Bisserl was zum Schnee
Hast Du Dich schon mal gefragt ab welcher Temperatur es denn schneit und warum eigentlich?
Schnee fällt normalerweise bei Temperaturen um oder unter 2 °C. Die kritische Temperatur, bei der es schneit, liegt oft bei 0 °C oder darunter. Es kann jedoch auch bei etwas höheren Temperaturen leicht schneien, vor allem wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist und die kühle Luft in den oberen Schichten der Atmosphäre liegt. Dabei kann der Schnee sogar bis zu Temperaturen um die 2 bis 4 °C den Boden erreichen, bevor er schmilzt.
In großer Höhe ist es oft kälter, sodass sich Schneeflocken dort bilden können und dann Richtung Boden fallen.
Ist die Luft sehr feucht und es gibt einen starken Temperaturunterschied zur bodennahen Schicht, kann Schnee auch bei leicht positiven Temperaturen den Boden erreichen.
Wenn der Boden selbst schon kälter ist, bleibt der Schnee eher liegen.
Wie entstehen Schneeflocken?
Schneeflocken entstehen typischerweise in einer Höhe von 2.000 bis 5.000 Metern über dem Boden, also in der unteren bis mittleren Troposphäre. In dieser Höhe herrschen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, die für die Bildung von Eiskristallen notwendig sind.
Anmerkung zur Troposphäre (Weil es wichtig ist)
Troposphäre (0 bis etwa 8-15 km Höhe)
In der Troposphäre, der untersten Schicht der Atmosphäre, nimmt die Temperatur im Durchschnitt um etwa 6,5 °C pro Kilometer ab.
Diese Schicht ist für das Wettergeschehen entscheidend und enthält den größten Teil des atmosphärischen Wasserdampfs und der Wolken.
Die Temperaturabnahme hört an der sogenannten Tropopause auf. In dieser Höhe (zwischen 8 km an den Polen und bis zu 15 km am Äquator) erreicht die Temperatur oft -50 bis -60 °C.
Schneeflocken beginnen als winzige Eiskristalle, die sich um mikroskopisch kleine Partikel in der Luft (sogenannte Kondensationskerne, wie Staub- oder Pollenkörner) bilden. Diese Partikel ermöglichen es, dass Wasserdampf direkt zu Eis kristallisieren kann, wenn die Temperatur niedrig genug ist.
Sobald sich ein Eiskristall gebildet hat, wächst er weiter, indem er Wasserdampf aus der umgebenden Luft aufnimmt. Abhängig von der Temperatur und Feuchtigkeit entstehen dabei verschiedene Kristallformen wie Plättchen, Nadeln oder verzweigte Strukturen.
Wenn die Schneeflocken schwer genug sind, fallen sie langsam zur Erde. Unterwegs können sie wärmere Luftschichten durchqueren, was sie manchmal zum Schmelzen bringt und in Regen verwandelt. Bleiben die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, kommen sie als Schneeflocken am Boden an.
Und wann entstehen die fett geilen Schneeflocken?
Die schönsten und symmetrischsten Schneeflocken entstehen typischerweise bei einer Temperatur von etwa -12 bis -18 Grad Celsius. In diesem Temperaturbereich bilden sich besonders komplexe, filigrane und ästhetisch ansprechende Flocken mit sechseckigen Mustern und verzweigten Armen.
Wichtiges zur Entstehung der fett geilen Schneeflocken mit kunstvollsten und feinsten Mustern:
Um -15 °C herum entstehen meist die komplexesten und filigransten Flockenformen. Bei niedrigeren Temperaturen (unter -20 °C) oder leicht über diesem Bereich (etwa -10 °C) entstehen eher einfache Formen oder kleinere Eiskristalle.
Neben der Temperatur spielt die Luftfeuchtigkeit eine Rolle. Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt größere, verzweigte Schneeflocken mit vielen Details, da mehr Wasserdampf zur Kristallbildung vorhanden ist.
Schneeflocken sind hexagonal (sechseckig), weil Wassermoleküle beim Gefrieren in einer Struktur mit 120°-Winkeln zusammenkommen. Die spezifische Form der Kristalle hängt von den genauen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen ab.
Warten wir es also ab, bis der Winter hier her zieht :) Letz fetz der Kälte ^^