Bairische Landtafeln von Philipp Apian

Bild: einfach wer beim Karten zeichnen im Mittelalter

Philipp Apian (1531–1589) war ein bedeutender deutscher Kartograf, Mathematiker und Humanist der Renaissance. Er war der Sohn von Peter Apian, einem berühmten Mathematiker und Astronomen. Philipp Apian ist vor allem für seine präzisen Karten und geographischen Arbeiten bekannt, insbesondere die Erstellung der ersten genauen Karte Bayerns, der sogenannten "Bairischen Landtaflen".

Frühes Leben und Ausbildung:

  • Geboren am 14. September 1531 in Ingolstadt.

  • Studierte an der Universität Ingolstadt, wo sein Vater Professor war. Er zeigte schon früh ein großes Interesse an Mathematik, Astronomie und Geographie.

Die Bayerische Landkarte:

  • Philipp Apian erstellte zwischen 1554 und 1561 die erste exakte Karte Bayerns, im Auftrag von Herzog Albrecht V. von Bayern.

  • Die Karte bestand ursprünglich aus 24 großformatigen Blättern und hatte eine außergewöhnlich hohe Präzision für die damalige Zeit.

  • Die Erstellung der Karte war eine monumentale Aufgabe, da Apian das gesamte Gebiet Bayerns bereiste und genaue Vermessungen vor Ort vornahm.

  • Seine Arbeit beruhte auf der Triangulation, einer damals innovativen Methode der Landvermessung.

Wissenschaftliche und künstlerische Arbeit:

  • Apian verband wissenschaftliche Genauigkeit mit künstlerischer Gestaltung, was seine Kartenwerke nicht nur nützlich, sondern auch ästhetisch beeindruckend machte.

  • Seine Karten wurden später vielfach kopiert und dienten als Grundlage für weitere Vermessungen.

Lebensweg und Konflikte:

  • Apian war Protestant, was ihm in der Zeit der Gegenreformation in Bayern Probleme bereitete. Er musste schließlich 1569 nach Württemberg fliehen.

  • Dort arbeitete er als Lehrer für Mathematik und Medizin an der Universität Tübingen.

Tod:

  • Philipp Apian starb am 15. November 1589 in Tübingen.

Sein Werk, insbesondere die Bayerische Karte, gilt als ein Meilenstein in der Geschichte der Kartografie und zeigt, wie Wissenschaft, Kunst und praktisches Können in der Renaissance miteinander verbunden waren

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